Sonntag, 13.06.2021 21:33 Uhr

Auch Terrororganisationen müssen Geld sparen

Verantwortlicher Autor: Ronaldo Goldberger Jerusalem, 04.03.2021, 14:13 Uhr
Presse-Ressort von: Ronaldo Goldberger Bericht 4951x gelesen

Jerusalem [ENA] Man würde es nicht für möglich erachten, doch auch auf Tod und Verderben ausgerichtete Organisationen sind auf fortwährenden Nachschub von Knete angewiesen. Entfällt diese, gehen sie ihrer Kernaufgabe verlustig, andere Menschen umzubringen. Also geschehen dem im Gazastreifen operierenden Islamischen Djihad. Es war somit definitiv keine innere Erkenntnis, die zum gegenwärtigen Stillstand geführt hatte.

Als zweitgrösste Gruppierung nach der massgebenden Hamas, deren Handwerk systematische Zerstörung statt Aufbau, Bewirtschaftung und Schaffung einer Perspektive für eine bessere Zukunft ist, steckt sie nun in der Bedrängnis. Relativ ruhig ist es derzeit im Gazastreifen bzw. an der Schnittstelle des bekämpften Nachbars Israel. Der Covid-Situation wegen verrotten die in eigenen Fabrikationshallen gedrechselten Raketen. Trainingslager, in denen Milizionäre auf tödlichen Widerstand getrimmt werden, fallen aus. Untergrundtunnel können mangels Finanzierungsmöglichkeiten für zu beschaffendes Material nicht gebuddelt werden - kurzum: Arbeitslosigkeit bei den um ihr Salär geprellten Mitläufern innerhalb der „Al Quds“-Brigaden.

Anders als die im Paragraph 7 ihrer „Satzung“ auf Ausrottung der Juden weltweit ausgerichtete Hamas, wird der Islamische Djihad nicht vom reichen Katar mit 30 Mio. $ monatlich unterstützt. Der Sponsor sitzt im derzeit selber in Finanznöten befindlichen Ayatollah-Regime. Selbst die Auszahlung von Pachtgeld an Besitzer von Ländereien, die für ihre militärischen Übungen entrichtet wurden, liegt nicht mehr drin. Wer die Miete trotzdem kassieren wollte, wird neuerdings als „Feind des Widerstands“ denunziert und mit Beschlagnahmung seines Bodenbesitzes bedroht. Innerhalb der Terrororganisation, die Schätzungen zufolge nicht mehr als 10’000 Bewaffnete befehligen dürfte, ist dieweil Streit über Korruption und missratene Geldverwendung ausgebrochen.

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